Die demografische Entwicklung kann auch ihre guten Seiten haben. Warum sich die finanzielle Lage der gesetzlichen Rentenversicherung in den kommenden drei Jahren verbessern wird.
In der gesetzlichen Rentenversicherung werden sich nach Einschätzung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) in den Jahren 2009 bis 2011 Überschüsse von über zehn Milliarden Euro ergeben.
Wie das Ministerium im Vorfeld des neuen Rentenberichts auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion mitteilte, wird für das Jahr 2009 ein Überschuss von 2,9 Milliarden Euro erwartet.
In den beiden Folgejahren liegt das prognostizierte Plus bei 2,5 und 5,0 Milliarden Euro. Im Jahr 2011 werden bei Gesamteinnahmen von 255 Milliarden Euro Ausgaben von 250 Milliarden Euro unterstellt. Die Prognose basiert auf den Berechnungen des Schätzerkreises Rentenversicherung sowie auf den Annahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Bundesregierung vom Oktober.
Die Anzahl der Rentenzugänge wird insbesondere von der Demografie geprägt. Insoweit sei die Anzahl der 65-Jährigen in der Bevölkerung ein geeigneter Indikator für die künftige Entwicklung, erklärte das BMAS.
Die Entwicklung der Zahl der 65-Jährigen sei in den kommenden drei Jahren noch von geburtenschwachen Jahrgängen (1944 bis 1946) geprägt. So sinkt die Zahl der 65-Jährigen von 915.000 im Jahr 2009 auf 717.000 im Jahr 2011.
Gemessen an den 65-Jährigen und Älteren wird der Rentenbestand kaum zunehmen: 2009 werden 16,794 Millionen Rentner erwartet. 2011 sind es dann 16,862 Millionen.
Nach den aktuellen Modellrechnungen wird – jeweils zum 1. Juli – für (das Wahljahr) 2009 eine Rentenerhöhung von 2,75 Prozent unterstellt. Im Jahr 2010 wird eine Erhöhung um 1,80 Prozent und 2011 eine von 0,58 Prozent gesehen. Für die Jahre 2008 und 2009 ist der Riester-Faktor ausgesetzt worden, der den Anstieg der Renten dämpfen sollte.
Der Beitragssatz zur Rentenversicherung wird im Drei-Jahreszeitraum unverändert bei 19,9 Prozent gesehen. Im Rentenbericht, der bis zum 30. November vorzulegen ist, werden dann längerfristige Modellrechnungen vorgestellt.
Auch wenn die gesetzliche Rente in den nächsten Jahren steigt, reicht sie dennoch nicht aus, um im Ruhestand finanziell über die Runden zu kommen. Um die Rentenlücke (letzter Netto-Verdienst minus gesetzliche Altersbezüge) zu schließen, tut private Vorsorge Not.
Ein Versicherungsfachmann kann dabei helfen, die indivduell abgestimmte Vorsorgestrategie und die passenden Altersvorsorgeprodukte zu finden.(verpd)
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