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« zurück | Artikel vom: 19.12.2011

Mit 940 Euro droht die Armut

Im Jahr 2009 waren nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 15,6 Prozent der Bevölkerung Deutschlands armutsgefährdet. Gegenüber dem Jahr 2008 macht dies zwar nur eine Verschlechterung um 0,1 Prozentpunkte aus, innerhalb einzelner Bevölkerungsgruppen sind die Unterschiede aber erheblich.

Nach der aktuellen Statistik zeigt schon allein die Trennung nach Geschlecht, dass Männer (14,9 Prozent) weniger in Armut abzugleiten drohen als Frauen (16,4 Prozent). Bei der Erhebung der Einkommensdaten für 2009 aus dem Jahr 2010 wurden 13.079 Haushalte mit insgesamt 23.531 Personen befragt.

Arbeitslose Menschen sind nach wie vor am stärksten armutsgefährdet. Ihre Quote liegt bei 70,3 Prozent. Unter den Erwerbstätigen war etwa jeder vierzehnte (7,2 Prozent) von Altersarmut bedroht. Eine Person gilt als armutsgefährdet, wenn ihr Einkommen weniger als 60 Prozent des Medians der entsprechenden Bevölkerungsgruppe entspricht.

Schwellenwert für Armut bei 11.278 Euro im Jahr

Armutsgefährdet war im Berichtsjahr derjenige, der als Alleinlebender nach Einbeziehung staatlicher Transferleistungen ein Einkommen von weniger als 11.278 Euro im Jahr zur Verfügung hatte. Dies entspricht im Monat einem Nettoeinkommen von 940 Euro.

Nach Auskunft des Bundes der Steuerzahler müsste ein Alleinstehender im Monat brutto 1.254 Euro verdienen, um ohne staatliche Transferleistungen auf 940 Euro netto zu kommen. Dabei fielen lediglich 52 Euro an Lohnsteuer an. Wegen der Freigrenze muss auch kein Solidaritätszuschlag geleistet werden. Kirchensteuer wurde nicht berücksichtigt.

Für zwei Erwachsene mit zwei Kindern errechnete Destatis einen Schwellenwert von 23.684 Euro im Jahr. Dies entspricht einem Haushalts-Nettoeinkommen von 1.974 Euro. In dem beschriebenen Haushaltstyp liegt die Armutsgefährdungs-Quote mit 8,8 Prozent jedoch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Vor allem Alleinerziehende sind armutsgefährdet

Nach den Arbeitslosen haben Haushalte mit Alleinerziehenden die mit Abstand höchste Armutsgefährdungs-Quote. Sie liegt bei 43 Prozent. Aber auch Alleinlebende haben generell ein deutlich höheres Armutsrisiko, das mit 30 Prozent ausgewiesen wird.

Bei Rentnern liegt die Armutsquote bei Männern mit 12,1 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Für Frauen wurde eine Quote von 15,9 Prozent ausgerechnet; diese bleibt damit leicht über dem allgemeinen Bundeswert, aber unter dem bundesweiten Frauen-Durchschnitt.

Wie die Zahlen zeigen, ist es wichtig, bereits in jungen Jahren vorzusorgen, um in bestimmten Lebenssituationen oder im Alter nicht auch noch finanzielle Probleme zu haben. Laut Statistik sollten insbesondere Frauen frühzeitig für ein vernünftiges Finanzpolster sorgen. Die Versicherungswirtschaft bietet hier zahlreiche Lösungen an.

Frühe Vorsorge ist sinnvoll

Je früher mit der Vorsorge begonnen wird, desto höher ist in der Regel das finanzielle Polster beziehungsweise desto niedriger sind die Prämien für spezielle Versicherungslösungen. Bereits Eltern können beispielsweise mit einer Kapitallebens-Versicherung den finanziellen Grundstock für ihre Kinder schaffen.

Unter anderem kommen gesetzlich rentenversicherungs-pflichtige Arbeitnehmer in den Genuss staatlicher Förderungen, wenn sie beispielsweise mit einem Riester-Vertrag für das Alter vorsorgen. Wer bis zu seinem 25. Lebensjahr einen solchen Vertrag abschließt, erhält sogar noch einen Sonderbonus von 200 Euro dazu. Auch Selbstständige werden bei der Altersvorsorge staatlich gefördert, wenn sie in einen Rürup-Rentenvertrag einzahlen.

Daneben gibt es auch für andere Vorsorge-Versicherungslösungen diverse Förderungen und Anreize, wie steuerliche Vergünstigungen und verbilligte Absicherungs-Möglichkeiten in betrieblichen Rahmenverträgen.

Situationsbedingte Absicherungen

Spezielle Versicherungsprodukte ermöglichen es auch, bestimmte Situationen, die oftmals finanzielle Schwierigkeiten nach sich ziehen, abzusichern. So kann der Hauptverdiener seine Familie mit einer Risikolebens-Versicherung gegen den Einkommensausfall nach seinem Ableben durch Unfall oder Krankheit absichern.

Arbeitnehmer oder auch Selbstständige müssten im Falle einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit entweder mit einem kompletten oder zumindest mit einem teilweisen Einkommensausfall rechnen. Mit einer Berufsunfähigkeits-Police lässt sich dieses Risiko abfedern.

Auch andere Versicherungslösungen, wie eine private Pflegeversicherung, eine Krankentagegeld-Police oder auch eine Unfallversicherung, könnten im Fall des Falles ein finanzielles Desaster verhindern. Welche Vorsorgemaßnahmen für den Einzelnen sinnvoll sind und wie er dabei eventuell steuerlich oder finanziell unterstützt wird, kann beim Versicherungsexperten erfragt werden. (verpd)


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