Donnerstag, der 17. Mai 2012 um 13:54 Uhr
« zurück | Artikel vom: 29.04.2009

4,5 Millionen müssen voraussichtlich mehr Beitrag zahlen

Ab Juli Zusatzbeiträge für GKV Versicherte.

Der Gesundheitsfonds, verteufelt, gehasst und ungeliebt, wirft seine Schatten voraus. So war die freudige Botschaft: Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse fällt zum 01.Juli 2009 von 15,5 Prozent auf 14,9 Prozent. Aber, die Kassen kommen mit den Beiträgen nicht aus. Jedenfalls einige Krankenkassen müssen nach legen. 1 Prozent zu Lasten der Arbeitnehmer. Fakt: 1 Prozent minus 0,6 Prozent ist gleich 0,4 Prozent, Mehrbelastung ausschließlich für den Arbeitnehmer.

Der Hintergrund des Gesundheitsfonds

Der Gesundheitsfonds ermöglicht den gesetzlichen Krankenkassen bis zu 1 Prozent vom Brutto der Arbeitnehmer, ohne Arbeitgeberbeteiligung zu fordern. Also werden ca. 16 gesetzliche Krankenkassen den Beitrag anheben. Noch ist allerdings nicht bekannt welche Krankenkassen die Beitrage anheben wollen, bzw. müssen.

Kompliziert, intransparent und kompliziert

So stellt sich der Gesundheitsfonds mit Einheitsbeitrag dar. Hatte bis 31.12.2008 noch die jeweilige gesetzlich Krankenkasse den Beitrag ihrer Mitglieder kassiert, so ist seit dem 01.01.2009 alles ganz anders. Jetzt kassiert den Beitrag (Arbeitgeber-Anteil und Arbeitnehmer-Anteil) der Gesundheitsfonds. Dieser Gesundheitsfonds wiederum verteilt die Beiträge an die gesetzlichen Krankenkassen.

Kommt die jeweilige Krankenkasse

Mit dem ihr zugeteilten Beitrag nicht aus, so kann diese Krankenkasse den Beitrag von bis zu einem Prozent von ihren Versicherten einfordern. Der Gedanke des "Gesundheitsfonds" war, die Transparenz der unwirtschaftlich arbeitenden Krankenkassen öffentlich zu machen,- dass ist aber nur die halbe Wahrheit.

Unter dem Titel "gierige Helfer"

Pharma-Industrie sponsert Ärzte. Hierzu muss aber gleich gesagt werden das immer mehr Ärzte sich nicht mehr von der Pharmaindustrie "kaufen" lassen. Mit der Initiative "MEZIS", Mein Essen Zahl Ich Selber, soll so deklariert werden das diese Arztpraxis nicht durch die Pharmaindustrie, mit welchen Zuwendungen auch immer, "gesponsert" wird. Den vollen Test der Sendung können Sie hier lesen.

Beitragserhöhung?

Sie haben ein Sonderkündigungsrecht! Das bedeutet, da nicht alle gesetzlichen Krankenkassen den Beitrag erhöhen, können Sie in eine andere gesetzliche Krankenkasse wechseln. Gesundheitsfragen sind in der gesetzlichen Krankenkasse unerheblich. Das bedeutet, die von Ihnen gewählte Krankenkasse muss Sie nehmen. Haben Sie Fragen zur Kündigung Ihrer Krankenkasse, wir helfen weiter.

Oder doch gleich private Krankenversicherung?

Wie und ab wann kann ich in die private Krankenversicherung wechseln? Was muss beim Wechsel von gesetzlicher Krankenkasse in die private Krankenversicherung beachtet werden? Ihre Fragen beantworten wir gerne, wir sind für Sie da.


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