Donnerstag, der 17. Mai 2012 um 13:50 Uhr
« zurück | Artikel vom: 31.12.2009

Website-Kosten

Ein nicht zu vernachlässigender Faktor in Sachen Webseitengestaltung sind die anfallenden Kosten (Webseitenerstellung) , welche je nach Größe der Homepage stark variieren können. Wer seine Webseite eigenständig gestaltet erspart sich die Kosten für eine Agentur, welche diese Arbeit für ihre Kunden übernimmt. Die Kosten sind hierbei individuell verschieden und können bei den jeweiligen Agenturen angefragt werden. Komplettpakete für die Erstellung von Webseiten liegen in der Regel zwischen 150,00 Euro und 500,00 Euro, wobei der Arbeitsaufwand entscheidend ist. Agenturen berechnen pro Stunde in der Regel mindestens 20,00 Euro für den Webdesigner.

Kosten für Server / Hostingpakete

Für die Speicherung der Daten, welche auf der Webseite zur Verfügung gestellt werden, benötigt man einen Server. Man kann entweder einen eigenen Server nutzen, oder sich einen Server mieten, beziehungsweise Webspace (also Speicherplatz) auf einem fremden Server mieten.

19 Zoll 1HE Server mit 1GB RAM und 160 GB HDD sind im Fachhandel bereits ab ca. 299,00 Euro erhältlich, hinzu können Wartungskosten in Höhe von ca. 50,00 Euro im Jahr kommen, sofern man den Server von einem Fachmann warten lässt, was jedoch in der Regel nicht notwendig ist. Im Falle eines Defekts am Server können durchaus Kosten iHv. 100,00 Euro und mehr anfallen, sofern man einen Fachmann mit der Lösung des Problems beauftragt. Entstehen Schäden an der Hardware kann der Schaden je nach Problem erheblich höher ausfallen und im schlimmsten Falle bis zur Neuanschaffung führen.

Höherwertige Server sind auch dementsprechend teurer. Leistungsstarke 19 Zoll 4HE Einstiegs-Server, welche sich für die Nutzung in einem Unternehmen eignen, liegen im Schnitt zwischen 1.000,00 Euro und 2.000,00 Euro.

Wer seinen Webspace lieber mieten möchte, muss je nach Größe der Webseite mit Kosten zwischen 2,00 Euro und 5,00 Euro pro Monat im privaten Bereich und im Geschäftlichen Bereich mit Preisen von 2,00 Euro bis zu 40,00 Euro im Monat rechnen. Bei der Nutzung von einem Online-Shop liegen die zusätzlichen monatlichen Kosten zumeist zwischen 5,00 Euro und 15,00 Euro. Bei der Auswahl des Anbieters sollte auf eine möglichst kostenlose, beziehungsweise preisgünstige Kundenhotline geachtet werden, welche möglichst über einen 24-Stunden-Service verfügt. Kleinere Anbieter mit geringen monatlichen Kosten für Webspace- und Hostingpakete enttäuschen teilweise mit überteuerten und schlecht erreichbaren Hotlines.

Die Leistungen, des Webspace-Anbieters können stark variieren. Die Angebote beginnen in der Regel mit der einfachen Webpräsenz mit skiptsprachenunterstützten Servern und Datenbanken wie MySQL bis hin zu Profipaketen, welche Web Content Management Systeme beinhalten. Statistische Auswertungen über Zeit und Anzahl der Klicks auf die Webseite können erstellt werden und Datensicherung sowie Monitoring sind häufige Komponenten der höherwertigen Pakete im Hostingbereich.

Wer Webspace mietet, nutzt keinen eigenen Server, sondern einen fremden, für dessen Nutzung ein monatliches Entgelt entrichtet wird. Je nach Angebot sind im Preis bereits diverse Serviceleistungen inkludiert, viele Anbieter bieten eine kostenlose 24-Stunden-Hotline zur Fehlerbehebung an.

Webhosting wird auch als Nethosting bezeichnet, womit die Bereitstellung von Webspace, also Speicherplatz im Internet für Webseiten, sowie das Unterbringen der gespeicherten Daten auf Webservern (Webhosting) bezeichnet wird.

Die Frage, was sich eher lohnt – die Anschaffung eines eigenen Servers oder die Miete von Webspace – ist ein Rechenexempel und eine Frage der Sicherheit.

Sicherheitstechnisch muss ein virtueller Server genauso betreut werden wie ein dedizierter. Wer bisher nur mit Shared Hosting vertraut ist, der sollte sich im Klaren darüber sein, dass sein virtueller Server das Ziel ständiger Angriffe ist. Darunter fallen auch Angriffe, die erst kürzlich entdeckte Sicherheitslücken ausnutzen. Ein regelmäßiges Patchen, am besten mehrmals wöchentlich, bleibt nicht aus. In Logfiles, meist /var/log/messages, zeigt sich, dass fortwährend Angriffe gegen DNS und SSH gefahren werden. Man sollte sich daher nach der Installation mit den Update-Mechanismen der jeweiligen Linux-Distribution vertraut machen.

Grundsätzlich sollte man alle Ports für das Internet sperren, auf denen keine Dienste für die Öffentlichkeit angeboten werden. Wenn man reines Webhosting betreibt, sind das alle Ports außer 80 für HTTP und 443 für HTTPS. Eine Ausnahme sollte Port 22 für den SSH-Zugang bilden. Nach Möglichkeit gewährt man Shell-Access nur dem Benutzer root und wählt ein sicheres Passwort. Sollten weitere Nutzer Shell-Zugang ohne Root-Rechte benötigen, sollte man den Zugang auf ein Minimum an Usern beschränken.

Für weitere Administrationsaufgaben empfiehlt es sich, eine VPN-Tunnelung einzurichten. Neben dem Klassiker OpenVPN ist vor allem Hamachi eine gute Lösung. Letzteres gibt es für Linux, Windows und Mac OS. Es ist verhältnismäßig einfach einzurichten. Alle Hamachi-Netzwerkteilnehmer bekommen eine Adresse aus dem Bereich 5.0.0.0/8. So kann man Administrationsdienste auf dem virtuellen Server nur an das Hamachi-Interface binden oder über Firewall-Regeln nur Traffic aus dem Adressbereich 5.x.x.x zulassen.

Diese Vorgehensweise kann man beispielsweise beim Voice-Conferencing-System Teamspeak nutzen. So lassen sich die Ports für das Web-Admin-Interface und Telnet nur auf bestimmte Rechner einschränken. Durch die Verschlüsselung in OpenVPN und Hamachi werden die ansonsten unverschlüsselten Protokolle mit AES abgesichert.

Eine andere Methode zur Absicherung ist stunnel. Das funktioniert gut bei Web-Admin-Interfaces. Auch andere Dienste wie Telnet lassen sich auf diese Weise absichern. Zu beachten ist jedoch, dass man in diesem Fall einen Client benötigt, der auch das telnets-Protokoll beherrscht. Weiterer Nachteil ist, dass nicht von vornherein eine Einschränkung der Rechner vorgenommen wird, von denen überhaupt Admin-Aufgaben durchgeführt werden dürfen.

Fazit: Kleine und mittelständische Unternehmen zahlen oft zu viel für ihren dedizierten gehosteten Server, der fast ausschließlich im Idle-Betrieb läuft. Mit einem virtuellen Server lassen sich deutliche Kosteneinsparungen realisieren, ohne dass Performanceeinbußen zu erwarten sind. Einige wenige Dinge, etwa das Laden von Kernel-Mode-Treibern, lassen sich auf virtuellen Servern in der Regel nicht realisieren. Benötigt man diese eher selten genutzten Features, dann kann virtuelles Hosting nicht genutzt werden.

Für sehr bandbreitenintensive Anwendungen, etwa Video- und Audiostreaming, lässt sich virtuelles Hosting nur begrenzt einsetzen. In Near-CD-Qualität kann man maximal etwa 30 Radiohörer unterstützen oder mit einer VoIP-Telefonanlage etwa 40 gleichzeitige Gespräche in voller ISDN-Qualität führen. Letzteres reicht manchen mittelständischen Betrieben aus. Auch als Alternative zum Shared-Hosting ist ein virtueller Server sehr interessant. Einsteigerangebote gibt es bereits für unter 10,00 Euro im Monat. Mit einem eigenen virtuellen Server lassen sich viele Dinge realisieren, die mit Shared-Hosting nicht möglich sind. Telefonanlagen, Voice-Conferencing und Live-Broadcasting sind praktisch nur dann umsetzbar, wenn man Root-Zugang zu einem Server hat.

Man muss sich allerdings im Klaren darüber sein, dass ein virtueller Server mit eigener IP-Adresse im Internet durchaus Herausforderungen an die Sicherheit stellt. Regelmäßiges Patchmanagement gehört zum Pflichtprogramm. Ebenso gilt es, ein sorgfältig durchdachtes Konzept für die Zugänge zu den öffentlichen Diensten und zu den Administrationsmodulen zu entwickeln.

Kosten für Domains

Die Kosten für die Domains sind von Anbieter zu Anbieter verschieden und liegen durchschnittlichen zwischen 16cent/Monat und 150cent/Monat pro Adresse, häufig gibt es im Rahmen besonderer Angebote Domains sechs Monate lang kostenlos, teilweise auch länger. Es sollten vornehmlich Domains mit der Endung –de, -com oder –net gebucht werden, da es sich dabei um die bekanntesten Endungen handelt.

Weitere Informationen Artikel zur Webseitenerstellung:

[Bedeutung von Webseiten in der heutigen Zeit]
[Projektplanung einer Webseite]
[Welchen Nutzen soll die webseite haben]
[Gruende fuer erfolglose Webseiten]
[Rechtliche Fragen bei der Gestaltung einer Webseite]
[10 Goldene Webdesign-Regeln]
[Kosten einer Website]
[Webdesign]
[Website-Marketing]
[Barriere freie Webseitenerstellung]
[Akustik und Videos auf Webseiten]
[Checkliste fuer die Webseitenerstellung]
[Jugendschutz auf der Webseite]
[Wann wurde die erste Webseite veroeffentlicht?]
[Webseiten Spezialist aus Berlin]


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