Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung Bund sind die Beitragseinnahmen für 2009 deutlich höher ausgefallen als erwartet – und auch die finanziellen Rücklagen konnten ausgebaut werden. Dennoch geht an zusätzlicher privater Altersvorsorge kein Weg vorbei, mahnen Vorsorge-Experten.
Im Jahr 2009 hat die Deutsche Rentenversicherung nach vorläufigen Zahlen mit rund 160 Milliarden Euro etwa 400 Millionen Euro mehr an Pflichtbeiträgen eingenommen als zuvor vom Schätzerkreis erwartet. Damit stieg auch die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage der gesetzlichen Rentenversicherung auf über 16 Milliarden Euro an und hat nun fast den Wert einer Monatsausgabe erreicht. Auch hier liegen die tatsächlichen Zahlen um 250 Millionen Euro über den Schätzungen.
Auf wenn die Deutsche Rentenversicherung mehr eingenommen hat als erwartet und ihre Rücklagen stärken konnte, drohen vielen Bürgern im Alter empfindliche Versorgungslücken. So bekam der sogenannte Eckrentner zum Stichtag 1. Juli 2008 nur 1.078,22 Euro (West) beziehungsweise 949,60 Euro (Ost) monatlich an gesetzlichen Altersbezügen. Wer mehr verdient hat, ist von einer Versorgungslücke im Ruhestand betroffen
| Eckrentner |
| Der Eckrentner ist eine fiktive Person, die das 65. Lebensjahr vollendet und 45 Jahre lang bei einem Verdienst in Höhe des Durchschnittseinkommens aller in der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) Versicherten in diese einbezahlt hat. |
Mit privater Altersvorsorge lässt sich diese sogenannte Rentenlücke (letzter Netto-Verdienst minus gesetzliche Altersbezüge) jedoch schließen. Dazu bietet die private Versicherungswirtschaft viele verschiedene Möglichkeiten. Ein Versicherungsfachmann ist dabei behilflich, die individuell passenden Vorsorgeprodukte zu finden, um den Lebensabend ohne finanzielle Sorgen verbringen zu können.(verpd)
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