Ob zum Wandern in die Berge oder zum Strandurlaub ans Meer - ins Reisegepäck gehört für alle Fälle auch eine gut ausgestattete Reiseapotheke. Denn damit kann man sich bei kleineren Gesundheitsproblemen behelfen.
Gesundheitsexperten raten dazu, einen Urlaub niemals ohne Reiseapotheke anzutreten. Neben Insektenschutz, Pflaster und Verbandszeug, Sonnenschutzmittel und einer Pinzette zur Entfernung eventueller Splitter sollte die Reiseapotheke auch Fieberthermometer sowie Durchfall-, Fieber- und Schmerzmittel enthalten.
Bei Verletzungen oder Abschürfungen kann ein Desinfektionsmittel hilfreich sein. Für eventuelle Sportverletzungen sollte auch ein Präparat gegen Prellungen und Zerrungen dabei sein. Empfehlenswert ist zudem die Mitnahme eines milden Abführmittels gegen Verstopfungen sowie schleimlösende Medikamente für den Fall, dass die Atemwege gereizt sind.
Wie genau die Reiseapotheke ausgestattet sein sollte, ist immer vom Reiseziel abhängig. Vor allem Fernreisende sollten schon einige Wochen vor Reisebeginn an die Gesundheit im Urlaub denken. So empfiehlt die Apothekerkammer Hamburg bei bestimmten Reisezielen Impfungen gegen Gelbfieber, Hepatitis A und/oder Tetanus.
Auch gegen die Tropenkrankheit Malaria sollte man sich schützen: "In Hochrisikogebieten ist die prophylaktische Einnahme von Tabletten angezeigt, in anderen Regionen genügt es, Arzneimittel für den Notfall mitzunehmen", erklärt Dr. Jörn Graue, Vorsitzender des Hamburger Apothekervereins. Urlauber können zudem beim Tropeninstitut medizinische Informationen und Impfempfehlungen für 350 Reiseziele einholen.
Unabhängig davon sollten Reisende, die täglich Medikamente einnehmen müssen, einen ausreichenden Vorrat mitnehmen. Wer jedoch größere Mengen an Medikamenten, Spritzen und Kanülen benötigt, sollte sich darüber vor der Auslandsreise eine Bescheinigung vom Arzt ausstellen lassen. So kann man vermeiden, dass bei den Zollbehörden Probleme auftreten.(verpd)
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