Freitag, der 30. Juli 2010 um 12:15 Uhr
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Plan Karte "Umgehungsstrasse" 1 - Von der Stolper Straße führt die Trasse durch die Parkstraße, entlang der Bahnschienen und dann durch das Herthamoor bis zur Bergfelder Chaussee
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Plan Karte "Umgehungsstrasse" 2 - Von der Stolper Straße soll die Tucholsky-Straße überquert werden. Dann geht es mitten durch die Stolper Heide, über die Bahnschienen, den Fernradweg, den Oder-Havel-Kanal bis zur Autobahnanschlusstelle Hohenschöpping

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« zurück | Artikel vom: 06.07.2009

Beschreibung des ökosystems Moor

Moorgenese: Für die Randbedingungen Entstehung eines Moores sind im die hydrologischen entscheidend: ein Moor kann entstehen, wo die Wasserzufuhr mindestens so hoch ist wie die der Abfluß. Succow nennt insgesamt acht hydrologische Moortypen und teilt diese in primäre, sekundäre und tertiäre Moorentwicklungstypen ein. Primäre Moorentwicklungstypen stellen dabei die Ausgangsmoore für die sekundären bzw. tertiären Moortypen dar und entstehen unmittelbar auf dem mineralischen Grund. Zu ihnen gehören Verlandungsmoore, Versumpfungsmoore, Überflutungsmoore, Hangmoore und Quellmoore. Ihre Entstehung wird im wesentlichen schon durch ihre Namen erklärt. Dennoch soll an dieser Stelle kurz auf die Entstehungsursachen von Verlandungs-, Versumpfungs- und Hangmooren eingegangen werden:

Verlandungsmoore gehören schon seit Jahrtausenden zum Landschaftsbild Europas. Die ältesten Verlandungsmoore sind nach der letzten Eiszeit vor 12000 Jahren aus Gletscherseen entstanden, die in der Moränenlandschaft stehengeblieben sind [Reichholf,1988]. Klimaveränderungen im Holozän (Nacheiszeit), insbesondere im Boreal (Frühe Wärmezeit) und Atlantilrum (Mittlere Wärmezeit), führten zu Wasserdefiziten in diesen Seen und damit aufgrund der geringeren Wassertiefe zu einer beschleunigten Besiedelung durch Pflanzen vom Ufer aus. Damit einhergehend kam es zu Torfbildungen im Uferbereich. Gleichzeitig erfolgte. der Verlandungsprozeß aus dem See heraus durch drei Grundprozesse, die in jedem See ablaufen:

Bodenmaterial des Ufers wird durch Verwitterungsprozesse in den See eingetragen und durch den Wellenschlag zu einer Uferbank geschichtet. Das Bodenmaterial dieser Uferbank wird durch Ausfallung von Kalk weiter gefestigt. Diese, als biogene Kalkentstehung bezeichnete Kalkausfallung, erfolgt beim Entzug von Kohlendioxid aus gelöstem Hydrogencarbonat durch Algen und höheren Wasserpflanzen bei ihrer Assimilation. Desweiteren entstehen nach Absterben von Pflanzen Mudden, die zu einem weiterem Anwachsen der Bodenschicht und damit zur Verflachung des Uferbereiches führt. Damit bietet sich ersten Pionierpflanzen wie Schilf und Binsen die Möglichkeit, weiter in den See vorzudringen. Mudden stellen das erste Stadium der Moorbildung dar. Die Verlandung eines Sees ist ein natürlicher Prozeß, der sich über Jahrhunderte erstreckt. Durch die zunehmende Eutrophierung unserer Gewässer wird dieser Prozeß jedoch so beschleunigt , daß er innerhalb eniger Jahre ablaufen kann.

Mit Abschluß der Seenverlandung erliegt die Moorbildungsphase der primären Moortypen und es kann, wenn es die hydrologischen Randbedingungen zu lassen, zu einer Moorweiterentwicklung durch sekundäre Moortypen kommen. Versumpfungsmoore entstehen in Niederungen durch Grundwasseranstieg unmittelbar auf mineralischem Untergrund. Die Hauptentstehungszeit von Versumpfungsmooren liegt im Subatlantikum (Nachwärmezeit) bedingt durch den Meeresspiegelanstieg kam es zu flächenhaftem Grundwasseranstieg und damit zu Moorbildungen. Desweiteren wird menschliche Tätigkeit (Waldrodungen, Gewässeraufstauungen) als Ursache für die Bildung von Versumpfungsmooren, insbesondere im Mittelalter, genannt.
(Quelle: Wolfgang Schubert - Frank Stapelfeldt | Projektarbeit Technischer Umweltschutz
Wissenschaftliche Betreuung: PD Dr. G.Gunkel | 1993 | Dr. rer.nat Camilla Beulker)



[www.Herthamoor.de] Infos zum geplanten Bau einer Landesstraße L171 durchs Moor.

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