Nein, die Krise geht nicht durch den Magen. Es ist erstaunlich, wie gut viele Gastwirte und Hoteliers der Region derzeit noch über die Runden kommen. Einer der Gründe: Die Landesgartenschau, die im vergangenen Jahr viele Besucher in die Hotels und Restaurants des Kreises spülte. Ein weiterer Grund: Gegessen und getrunken wird immer. Und dass die Leute sich weiterhin gerne außer Haus bekochen lassen, hängt wohl damit zusammen, dass man zwar auf die Reise verzichtet, das gepflegte Gespräch beim Glas Wein mit Freunden und der Familie aber nicht missen möchte. Doch gibt es auch Betriebe, an denen der Abschwung keineswegs spurlos vorübergeht.
Es scheint, als würde die Krise verstärken, was sonst der Wettbewerb
und die Zeit regeln. Die Guten und Originellen bleiben oben, die weniger Guten
ziehts nach unten. Nicht umsonst leitet sich das Wort Krise aus dem Griechischen
krinein ab. Und das bedeutet so viel wie trennen, unterscheiden.
Eben jener Prozess des Unterscheidens ist nun auch bei den Hotels und Gaststätten
zu beobachten. Das Gute daran: Jeder Betrieb hat es selbst in der Hand, mit
Qualität und Service zu überzeugen. Und den werden die Gäste,
der feinen Unterschiede wegen, auch gerne besuchen.
(Quelle: Märkische Allgemeine vom 27.01.2010)
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