Die Bereitstellung von Solarstrom mit Photovoltaik-Anlagen ist nicht nur bei Unternehmen, sondern auch bei Privatpersonen beliebt. Damit sich diese Art der Stromerzeugung im Laufe der Jahre auch bezahlt macht, muss die Anlage reibungslos und ohne Störungen funktionieren. Aktuelle Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zeigen allerdings genau das Gegenteil.
Nach Angaben des GDV fallen immer mehr Solarstromanlagen aufgrund mangelhafter Qualität aus. Allein in 2008 mussten die deutschen Versicherer Schäden an rund 4.200 Solarstromanlagen regulieren - ein Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Versicherer zahlten für die beschädigten Anlagen rund 14 Millionen Euro an ihre Kunden. Circa 66 Prozent aller Beschädigungen sind auf Sturm, Schneelast und Feuer zurückzuführen. "In den meisten Fällen ist der Installateur für den Schaden verantwortlich", heißt es beim GDV.
Die Beschädigung einer Solarstrom-Anlage ist meist teuer. Im Durchschnitt zahlten die Versicherer für beschädigte Photovoltaik-Anlagen 3.269 Euro an ihre Kunden. Insbesondere falsche Bauteile sowie Planungs- oder Installationsfehler sind der Grund, dass eine Solarstromanlage schnell zu einem Zuschussgeschäft werden kann.
"Nicht jeder, der Solarstromanlagen installiert, versteht sein Handwerk", so der GDV. "Die Planung und Errichtung einer Solarstromanlage gehören in die Hände qualifizierter Fachbetriebe."
Der GDV rät Hausbesitzern, unbedingt ihre Wohngebäudeversicherer über die Installation einer Solarstrom-Anlage zu informieren. Denn die klassische Wohngebäudeversicherung schließt weder den Diebstahl noch den Vandalismusschaden einer entsprechenden Anlage mit ein.
Allerdings kann in der Regel ein entsprechend erweiterter Versicherungsschutz individuell hinzu gewählt werden, der sowohl für die Bauphase als auch für den laufenden Betrieb gilt.
Doch nicht nur der eigene Schaden durch eine defekte Anlage sollte abgesichert werden. Betreiber einer Photovoltaik-Anlage, die den Strom ins öffentliche Netz einspeisen, haften auch für alle Schäden, die durch die Anlage anderen Menschen und der Umwelt zugefügt werden.
Eine private Haftpflichtversicherung reicht hier meist nicht mehr aus. Der Anlagenbesitzer sollte sich daher über eine Betreiberhaftpflicht-Versicherung bei seinem Versicherungsfachmann informieren. Sie übernimmt derartige Schadenersatzforderungen.
Der GDV rät Besitzern von Photovoltaik-Anlagen beziehungsweise denjenigen, die eine derartige Anlage installieren lassen möchten, grundsätzlich zu folgenden Maßnahmen, um einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten:
Weitere interessante Tipps rund um das Thema Solarstromanlagen bietet der aktuelle Flyer "Mit Sicherheit Sonne - Solarstromanlagen richtig versichern" des GDV. Unter anderem gibt es hier Hinweise, was der Betreiber vor, während und nach der Installation sowie bei der Funktionsüberwachung und Wartung beachten sollte.
Der Flyer kann kostenlos im Internet unter www.klipp-und-klar.de im PDF-Format heruntergeladen oder telefonisch unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/7424375 bestellt werden. (verpd)