Viele
Neugierige kamen am Dienstag zur offiziellen Eröffnung
Der neue Bahnhofsvorplatz in Hohen Neuendorf war am Dienstagnachmittag noch nicht offiziell freigegeben, da hatten ihn die Menschen schon in Beschlag genommen. Die Sitzbänke waren belegt, aber auch um den Stand der Hohen Neuendorfer Imker sowie um die noch verhüllte Skulptur der Glienicker Künstlerin Christine Gersch drängten sich die Besucher. Der Beginn des offiziellen Akts ließ etwas auf sich warten, bis die Vertreter der Partnerstädte eintrafen. Offenbar ließ es sich auf dem frisch gestalteten Platz aber gut aushalten. Die Leute blieben.
"Er ist ja sehr schön geworden", fand auch Heidrun Meschkat vom Vorstand des Stadtvereins. Dieser hatte sich dafür eingesetzt, dass auf dem Platz Kurzzeitparkplätze erhalten bleiben. "Wir sehen das nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Parkplätze fehlen, die suchenden Autofahrer belästigen die Anwohner", so Meschkat.
"Es wurde lange über die Gestaltung diskutiert", erinnerte Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung (Linke) an die Vorgeschichte. 49139 Steine wurden in 3667 Stunden Arbeit für das "Eingangstor der Stadt" verlegt. 450000 Euro hat die Kommune dafür bezahlt. Aus einem dunklen sei nun ein freundlich-heller Platz geworden, so Hartung.
Gleichzeitig wurden eine öffentliche Toilette, eine Dach für die Bushaltestelle und ein "Info-Point" der Telekom aufgestellt sowie die Fahrradstellplätze erweitert. Zudem zieht die große Bienentanz-Skulptur alle Blicke auf sich. Die Kinder, die gestern die Enthüllung beobachteten, waren jedenfalls hörbar sehr beeindruckt. (Quelle: Oranienburger Generalanzeiger)
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Bild: Am Dienstag den 23.06.2009 enthüllten der Bürgermeister von Hohen Neuendorf Klaus-Dieter Hartung und die Künstlerin Christine Gerscheine die neue große Bienentanz-Skulptur auf dem neuen Bahhofsplatz am S-Bahnhof Hohen Neuendorf. |
Bienentanz vorm Bahnhof Neues Eingangstor / Vorplatz wurde gestern feierlich eingeweiht
Helga Gerth schreibt: Großer Bahnhof gestern Nachmittag am Bahnhof Hohen Neuendorf. Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung weihte den umgestalteten Bahnhofsvorplatz ein und verlieh damit den Feierlichkeiten Zehn Jahre Stadtrecht für Hohen Neuendorf einen Glanzpunkt. Für das neue Eingangstor der Stadt für Menschen, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, wurden 49 000 Steine verbaut, Granit und Pflaster. Aus dem ehemals staubigen Platz wurde ein helles Areal mit hoher Aufenthaltsqualität. Er wird gesäumt von Grünflächen und einladenden Parkbänken. Am Rand entstanden weitere Fahrradabstellmöglichkeiten und eine City-Toilette. Der Platz ist von allen Seiten erreichbar und barrierefrei erschlossen. Im Zusammenhang mit der Neugestaltung war die Bushaltestelle verlegt worden, und die Fahrgäste können bei Regen und Schnee Schutz unter einem Dach finden. Die Telekom installierte nicht nur ein Telefon, sondern auch ein Informationssystem, bei dem es gestern allerdings noch nicht klappte, sich auf die Seiten der Hohen Neuendorfer Stadtverwaltung einzuklicken.
Als absoluter Hingucker des Platzes entpuppt sich jedoch die von den Glienicker Künstlern Christine Gersch und Igor Jerschov gestaltete Skulptur Bienentanz. Das etwa zweieinhalb Meter hohe und 2,5 Tonnen schwere Kunstwerk besteht aus Messing, Stahl und vielen kleinen Mosaiksteinen. Die tanzenden Insekten sind untrüglicher Hinweis auf das in Hohen Neuendorf ansässige Länderinstitut für Bienenkunde. Große Freude bei Institutsleiter Professor Kaspar Bienefeld für die kostenlose Werbung. Der Imkerverein Hohen Neuendorf und Umgebung bot aus aktuellem Anlass eine große Produktpalette vom Honigwein bis zur Bienenwachskerze an. Und für den kleinen Hunger zwischendurch gab es Bienenstich.
Für einen weiteren Blickfang hat der geschichtsinteressierte Hohen Neuendorfer Siegfried Raduns gesorgt. Er sponserte eine Informationsstele zur S-Bahn-Historie: vom ersten elektrischen Zug, der in Hohen Neuendorf am 5. Juni 1925 hielt, bis zum wieder durchgängigen S-Bahnverkehr auf der alten Nordbahntrasse von und nach Frohnau ab dem 31. Mai 1992.
Und noch ein Gestaltungselement verdient Erwähnung: die Windrose mit den Buchstaben der vier Himmelsrichtungen, für die die Firma Merkel gesorgt hat.
In die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes investierte die Stadt rund 450 000 Euro. Die Arbeiten hatten insgesamt neun Monate gedauert. Der lange und strenge Frost zum Jahresbeginn hatte sie zum Erliegen gebracht. Erst im März konnten sie fortgesetzt werden. Zu den Firmen, die hier ihre Visitenkarte abgegeben haben, gehörten das Planungsbüro Kai-Uwe John, Merkel Tiefbau, Elektro-Wollschläger und Hering Bau. Die Stadtverwaltung möchte sich bei allen Hohen Neuendorfern und Gästen für die Geduld und das entgegengebrachte Verständnis bedanken. Bereits beim Brückenneubau hatten sie viele Einschränkungen hinnehmen müssen. Nach der Fertigstellung des Vorplatzes werden noch zwei Parkstellflächen in der Wilhelm-Külz-Straße hergestellt.
Der Stadtverein hatte mit einem Bürgerbegehren den Erhalt von acht Kurzzeitparkplätzen am Bahnhof gefordert, war damit aber gescheitert. Heidrun Meschkat, Vorstandsmitglied des Vereins: Ich sehe den Platz mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der Platz sei sehr schön geworden, aber es würden Kurzzeitparkplätze fehlen, Schon morgens seien hier alle Plätze belegt. Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung vom 24.06.2009 (Neue Oranienburger Zeitung)
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