Der Kulturkreis Hohen Neuendorf und Nordbahngemeinden mit Courage laden am Freitag, dem 6. November 2009, um 19.00 Uhr in die Stadthalle zur Vorstellung eines Buches ein, das eine tragische Lebensgeschichte erzählt und viel mit Hohen Neuendorf zu tun hat. Es handelt sich um die Geschichte des jüdischen Bankiers-Enkels, des Christen und Schöngeist Reinhold Meyer und dessen Familie. Nach der Vertreibung aus dem großbürgerlichen Milieu der Berliner Voßstraße, wo Hitler alle Häuser niederreißen ließ, um seine Reichskanzlei zu bauen, verschlug es die Familie nach der Wohnungssuche durch halb Berlin schließlich nach Hohen Neuendorf. Zu dieser Zeit besaßen die Nachfahren der Gründer der Deutschen Bank nur noch ein Familienbild und die Hauschronik.
Kulturkreis und Nordbahngemeinden mit Courage auf Spurensuche in Hohen Neuendorf
Auf Anregung der Buchhandlung Behm wird nun die Autorin Christiane Kohl ihr Buch Bilder eines Vaters. Die Kunst, die Nazis und das Geheimnis einer Familie vorstellen. Umfangreich recherchierte die bekannte Schriftstellerin und Journalistin (Süddeutsche Zeitung) Jahrzehnte nach dem Tod von Reinhold Meyer nach den verlorenen Kunstschätzen - den Bildern der Familie, und fand weitaus mehr heraus als eine Geschichte über das tragische Leben eines enteigneten Juden. So konnte selbst der Tochter Dorle, die in Marburg der Autorin einen Koffer mit den wenigen geretteten Dokumenten anvertraute, erst begreifbar werden, welche Persönlichkeit mit welcher Geschichte ihr Vater wirklich war.
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